Skifahren in Bulgarien
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Abseits der Alpen: Wintersport für Entdecker!

Hunderte perfekt präparierte Pistenkilometer, eine Wintersport-Infrastruktur, die über Jahrzehnte gewachsen ist und für uns Deutsche quasi um die Ecke: Die Alpen Österreichs und der Schweiz sind nach wie vor die beliebteste Gegend für Wintersportler.

Viele Skifahrer und Snowboarder kommen jedes Jahr wieder in die berühmten Skigebiete von St. Anton, der Kitzbühler Alpen und Zermatt.

Es gibt allerdings auch eine Kehrseite der Medallie. Zumindest gefühlt steigen die Preise Jahr für Jahr und die Pisten werden voller und voller. Außerdem: Vielleicht täte in diesem Skiwinter ja auch ein bisschen Abwechslung ganz gut!

In Osteuropa machen neue Skigebiete seit Jahren Fortschritte in puncto Infrastruktur und Komfort. Großer Vorteil hier: Unterkünfte, Skipässe und -kurse gibt es hier zu Preisen, von denen man in den Alpenländern nur träumen kann.

Skiorte im hohen Norden Skandinaviens dagegen punkten bei Wintersport – Fans dagegen mit ihrer Schneesicherheit – in Zeiten des Klimawandels ein wichtiges Argument beim Buchen eines Skiurlaubs. Und dann gibt es noch die Exoten in Europa. Wer hat zum Beispiel Südspanien für seinen nächsten Winterurlaub auf dem Zettel?

Skigebiete abseits der Alpen

Bulgarien

Skifahren in Bulgarien

Wer an Urlaub in Bulgarien denkt, dem schießen zunächst die überfüllten Strände der bulgarischen Schwarzmeerküste in den Kopf. Ganz im Südwesten des Landes liegt jedoch am Fuße des Pirin-Gebirges das Skigebiet Bansko. Bansko ist mit knapp 50 Pistenkilometern eines der größten Skigebiete Osteuropas!

In den letzten Jahren wurde extrem viel an der Infrastruktur gearbeitet. So war ich ganz schön überrascht, als ich vor zwei Jahren zum Skifahren dort war: Die Liftanlagen sind supermodern und ich hatte so gut wie keine Wartezeiten.

Die Skisaison in Bansko beginnt in diesem Jahr Anfang Dezember und geht bis Mitte April. Ein Skipass für einen Tag gibt es für 30 Euro.

Tschechien

Skigebiete Tschechien für Wintersport

Auch in Tschechien ist der Preis ein starkes Argument, dazu kommt noch die Nähe zu Deutschland: Die Anreise geht schnell, Hotels sind günstig und im größten Skigebiet Tschechiens „Spindlermühle“ kostet ein Tag auf der Piste ebenfalls 30 Euro.

Highlight der 25 Pistenkilometer ist die schwarze Piste, die auch für den Skiweltcup genutzt wird. Außerdem gibt es hier einen Snowpark für Freestyler, aber auch leichtere, familienfreundlichere Strecken.

Ein Nachteil in Tschechien ist die geringe Höhe: Das Skigebiet Spindlermühle liegt auf maximal 1.235 Metern und ist deshalb nicht immer schneesicher. Die Skisaison geht trotzdem immerhin von Dezember bis Ende März.

Norwegen

Auch Norwegen hat keine richtig hohen Skigebiete zu bieten, allerdings sollte man sich hier von nackten Zahlen nicht täuschen lassen: Hier im hohen Norden liegt auch in tieferen Lagen jede Menge Schnee.

Wintersportfans auf der ganzen Welt träumen noch immer von der Winter-Olympiade 1994 in Lillehammer, deren Skiwettbewerbe im Skigebiet Hafjell stattfand. Die Skisaison hat dort schon begonnen und dauert bis weit nach Ostern bis zum 30. April. In anderen Skigebieten (zum Beispiel Trysil) liegt sogar bis in den Mai hinein noch genügend Schnee.

Skifahren ist Nationalsport in Norwegen, so dass die meisten Skigebiete sehr modern sind. Nachteile im hohen Norden sind die kurzen Tage (um 16 Uhr wird’s dunkel), außerdem sind die Preise relativ hoch: Ein Skipass kostet in den großen Skigebieten immer über 40 Euro.

Polen/Slowakei

Noch ein günstiges Ski-Gebiet im Osten: Die Hohe Tatra ist der höchste Teil der Karpaten und liegt in Polen und in der Slowakei. Gute 30 Euro kostet hier der Skipass und mit Schnee kann man hier von Dezember bis April rechnen.

Die Skigebiete liegen hier auf einer Höhe von 800 bis 2200 Metern und sind zum Teil modern ausgestattet. Allerdings gibt es eher weniger Pisten: Das größte Skigebiet „Tatranská Lomnica“ hat etwa 12 Pistenkilometer. Aber die vielen leichten Pisten machen die Hohe Tatra zu einem Skiparadies für Familien.

Spanien

Skifahren mit Blick auf das Mittelmeer und die Küste Marokkos? Das kann man in der spanischen Sierra Nevada dank der hohen Lagen mit bis zu 3300 Metern Höhe schon vom November bis in den Mai hinein.

Andalusien ist ein echter Geheimtipp für Skifans, denn auch hier kann man Wintersport betreiben:  Das Skigebiet Pradollano hat erstaunliche 107 Pistenkilometer sämtlicher Schwierigkeitsgrade, gute Lifte und bietet große Abwechslung.

Für einen Skipass muss man zwar über 40 Euro hinlegen, die Unterkünfte sind allerdings durchaus bezahlbar. Für Tagesausflüge bietet sich außerdem die Stadt Granada an, die direkt um die Ecke liegt.

Habt ihr schon einen Winterurlaub geplant oder seid ihr noch auf der Suche nach einem spannenden Reiseziel für Wintersport? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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