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Geheimtipp Lanzarote: Caleta de Famara

Gedankenverloren schauen wir hinaus auf die Wellen, die hier in regelmäßigen Abständen auf den Strand von Caleta de Famara zurauschen und beobachten die drei Surfer, die offensichtlich nicht genug bekommen können. Uns vieren geht es nicht anders: Den ganzen Tag waren wir mit unseren Boards in der Brandung.

Danach konnten wir uns gerade noch so zum Supermarkt schleppen, um uns dort einen lanzarotischen Rotwein zu besorgen. Jetzt haben wir uns auf einen der Felsen am Strand von Caleta de Famara gesetzt, stoßen müde an warten auf den Sonnenuntergang.

Playa de Famara

Caleta de Famara liegt im Nordwesten der Ferieninsel Lanzarote fernab der touristischen Zentren der Insel. Ich bin schon zum zweiten Mal hier: Ich bin großer Fan der Kanaren, kenne fast jede der Inseln. Aber dieser kleine Surferort ist mein absoluter Lieblingsplatz hier draußen im Atlantischen Ozean.

Während der Großteil der Insel von felsiger Küste oder steinigen Stränden umgeben ist, gibt es hier einen Strand aus feinstem Sand. Dazu die fantastischen Wellen und fertig ist der ideale Surferstrand.

Hierher kommt man als Reisender eigentlich nur mit dem Mietwagen: Vom Flughafen Arrecifes, der Hauptstadt Lanzarotes, benötigt man eine gute halbe Stunde hierher. Die Route führt einmal quer über die Insel und lohnt sich: Schmale Straßen schlängeln sich durch kleine und ursprüngliche Dörfchen in der Vulkanlandschaft.

Zwischen den von Vulkangestein und geformten, schwarzen Hügeln leuchten zwischendurch Ansammlungen von grünen Punkten auf: Hier wachsen die Weinreben, aus denen der berühmte Wein der Insel gewonnen wird – die Asche macht den Untergrund zu einem perfekten Nährboden.

Lanzarotischer Wein

Am Ende der Straße taucht das Famara-Gebirge auf, an dessen Fuß sich die kleinen, weißen Flachdachhäuschen von Caleta de Famara wie zufällig hingeworfene Streichholzschachteln verstreuen. Biegt man in den Ort, geht es weiter über staubige Sandpisten: Die Hauptstraße ist die einzige asphaltierte Straße im Ort.

Am Ende der Straße links

Wie selbstverständlich stehen vor vielen Häusern Boote statt Autos auf den Parkplätzen. Unter den Autos finden sich viele handbemalte Bullis: Auf ihren Ladeflächen und auf den Dächern stapeln sich Surfbretter. Wer hierher kommt, ist wegen der Wellen hier.

Caleta de Famara

Die perfekten Bedingungen für Wellenreiter haben das ehemalige Fischerdorf zu einem kleinen Surferparadies werden lassen. In dem kleinen Örtchen gibt es einen Supermarkt, drei Restaurants und dazu fünf Surfschulen. Das Dorfleben findet an dem Strand statt, an dem wir gerade sitzen, die Weinflasche leeren und dabei auf den ersten Tag unseres Surfkurses zurückblicken.

Einige von uns konnten schon ihre ersten Sekunden stehend in Richtung Strand surfen und berichten begeistert von dem erhabenen Gefühl, eine Welle zu reiten. Der Engländer Patrick und ich hoffen noch darauf, diesen Thrill morgen erleben zu dürfen.

Surfshop Lanzarote

Ein Gefühl teilen wir alle: Der Tag in der Brandung hat uns müde gemacht, und vor allem hungrig. Die Sonne verschwindet jetzt langsam hinter den Hängen des Famara-Gebirges, ein Hund läuft langsam am Strand entlang in Richtung Dorf. Wir nehmen das als Zeichen zum Aufbruch und folgen ihm.

Meeresfrüchte in einem der drei Restaurants sind unser letzter Programmpunkt für heute. Beim Aufbrechen erkennen wir gerade noch, wie auch die drei letzten, unermüdlichen Surfer aus dem Wasser kommen und ihre Boards unter die Arme klemmen. Und so kehrt Ruhe ein am Strand von Caleta de Famara.

Caleta de Famara Lanzarote

Habt ihr Lust bekommen auf einen Trip nach Lanzarote? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um eine „Sommerverlängerung“ auf den Kanaren zu buchen – das hilft gegen den Herbstblues!

Passende Flüge nach Arrecife auf Lanzarote findet ihr hier.

Surfer Caleta de Famara

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