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Meine Stadt: Kopenhagen

Eigentlich zieht es mich ja generell eher in die südlicheren Gefilde: umso sonniger und wärmer, desto besser. Trotzdem interessieren mich Orte wie Reykjavik, Oslo und Stockholm. Und da ich seit rund drei Jahren in Hamburg wohne, lag es nahe auch mal einen Kurztrip nach Dänemark zu unternehmen.

Also ging es für mich im Mai mit Brückentag für insgesamt drei Tage nach Kopenhagen.

Anreise & Unterkunft Kopenhagen

Meine Erwartungen waren hoch: viele schöne Menschen, die sich stylisch kleiden und in stylischen Wohnungen mit schicken Möbeln wohnen.
Die erste Airline-Erfahrung mit Scandinavian Airlines (SAS) fiel positiv aus. Freitagmorgen um 9:25 Uhr startete der Flieger pünktlich am Hamburger Flughafen. Die Flugzeit beträgt eine Stunde bzw. 45 Minuten. Die Ursprungsidee war es mit mit der Fähre zu fahren, aber Fliegen ist definitiv günstiger.

Nach der Landung, fuhren wir mit Metro und Bus zu unserer Airbnb-Unterkunft, die im Stadtteil Nørrebro lag. Nachdem die Begrüßung der Wohnungsmieter (die über das Wochenende nach Schweden fuhren) herzlich und informativ ausfiel, die Taschen abgelegt wurden, konnte der Stadtteil auch schon aufs Genaueste erkundet werden. Mein erstes Interesse galt den vielen kleinen und irgendwie besonderen Geschäften. Eine Karamellbonbons-Manufaktur, ein Frisör mit integriertem Gaming-Paradies (Flipperautomaten und He-Man Spielfiguren) sowie viel Hand- und selbstgemachtes.  In der Kopfsteinpflasterstraße Jægersborggade gab es viele Cafés und Vintage-Geschäfte. Generell ist Kopenhagen ein Paradies für Vinyl- und Secondhand-Liebhaber. An jeder Ecke findet man Läden dieser Art.
Am späten Nachmittag fuhren wir in die Innenstadt, um dort meine Shopping-Lust zu stillen. Wer weiß, ob ich später dazu noch mal die Chance bekommen würde. Leider schließen die Geschäfte unter der Woche sowie samstags um 18 Uhr, manche sogar noch früher. Den Abend ließen wir mit Cocktails im “Living Room” (Larsbjørnsstræde 17, 1454 Copenhagen) ausklingen. Den Heimweg zu unserer Wochenend-Wohnung nahmen wir über die Nørrebrogade. Schon verrückt, wie viele Fahrradfahrer, egal zu welcher Uhrzeit, in alle Richtungen unterwegs waren.

Kopenhagen Graffiti
Kopenhagen Graffiti

Zwischen Smørrebrød & Design-Kaufhaus

Nicht ausgeschlafen und etwas übermüdet (Schuld hatte die durchgelegene Matratze) starteten wir den Tag mit einem Frühstück in einem kleinen Café in der Nørrebrogade. Hier habe ich dann mein erstes Smørrebrød probiert. Lecker!! Fälschlicherweise dachte ich immer es sei ein Knäckebrot. Smørrebrød ist auch eher untypisch für ein Frühstück, sondern traditionell als Mittagessen gedacht. Das Graubrot wird mit Butter bestrichen und üppig mit Fleisch, Lachs, Gurke, Dill, Ei, Salat, Thunfisch, Rote Beete oder anderen Leckereien belegt. Meine Version wurde mit Schweinebraten und einer schmackhaften Senfsoße serviert.
Ganz zufällig fand direkt gegenüber der Flohmarkt am Assistenzfriedhof statt, der der größte der Stadt ist. Wieder zu Fuß ging es Richtung Innenstadt und dort erwartete uns der alljährliche Karneval zu Pfingsten. Zu lateinamerikanischen Rhythmen ziehen bunte Paraden durch die Stadt. Ein kurzer Besuch im Design-Kaufhaus “Illum” (Østergade 52, 1100 København) und im Hay House (2. – 3., Østergade 61, 1100 København) mussten sein.

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Straßenfest in Vesterbro & Museen

Der nächste Stadtteil auf unserer Liste war Vesterbro. Anscheinend hatten wir das Wochenende mit den meisten Veranstaltungen erwischt, denn auch dort war Straßenfest und an jeder Ecke etwas los. Schön zu sehen, wie alle Menschen unterschiedlichsten Alters an der Luft sind, dem Geschrammel von unbekannten Bands lauschen und jedes, wirklich jedes Paar ihr(e) Baby(s) im Manduca mit sich tragen oder im Kinderwagen vor sich herfahren. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele Trettaxis. (Dreiräder, in denen Kleinkinder transportiert werden) an diesem Wochenende an mir vorbei fuhren.
Die Abendgestaltung wurde dann durch einen Besuch in Christianshavn und herrliches “organic” Thai-Essen abgerundet.

Für den letzten Tag (Rückflug Montagmittag gegen 12 Uhr) hatten wir einen Ausflug ins Lousiana Museum in Humlebæk geplant. Zugtickets und Eintrittskarten erhält man praktischerweise im Vorfeld an einem Schalter am Hauptbahnhof. Das “Museum of Modern Art” zählt zu den bedeutendsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst Europas. Wir erwischten einen herrlich sonnigen Tag. Schon nach dem Eingang beeindruckten mich der Ausblick auf das Meer und der Skulpturenpark. Man sollte sich für den Trip definitiv einen Tag Zeit nehmen. Wir sind bis zur Schließung um 18 Uhr geblieben.

Museumsausblick auf's Meer
Museumsausblick auf’s Meer

Mein Fazit: Natürlich habe ich nicht alles gesehen, was ich gerne sehen wollte. Aber dafür sind drei Tage zu wenig.
Kopenhagen ist eine super schöne Stadt mit extrem freundlichen Menschen! Immer dran denken: viel Geld mitnehmen!

Hier kommt ihr zu den günstigen Flügen nach Kopenhagen.
Einen weiteren spannenden Reisebericht über die dänische Hauptstadt findest du bei Wunderweib.

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