Kurztrip Oslo Highlights
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Oslo Kurztrip: Diese fünf Highlights müsst ihr sehen!

Die skandinavische Metropole Oslo ist ein perfektes Ziel für eine Städtereise: In nur etwas mehr als einer Flugstunde ist man von Deutschland aus in der norwegischen Hauptstadt direkt am Oslofjord.

Ich war kürzlich für eine knappe Woche in Oslo unterwegs und habe mir verschiedene Ecken der Stadt angeschaut. Natürlich gehörte auf so einem klassischen Kurztrip dazu für mich auch, mich auf ziellosen Entdeckungsreisen durch die Straßen der Großstadt einfach treiben zu lassen – schließlich will ich auch immer “meine eigenen” Highlights entdecken.

Aber: Auch die “klassischen” Sehenswürdigkeiten, die eine Stadt erst richtig berühmt machen, gehören zu einem Städtetrip einfach dazu. Die fünf größten Highlights und Sehenswürdigkeiten in Oslo kann man – wenn man denn möchte – auf einem einzigen Stadtrundgang erleben, auf den ich euch hier mitnehmen möchte.

Oslo Kurztrip: Die 5 größten Sehenswürdigkeiten

Das Neue Opernhaus

Kurztrip Oslo Oper

Mitten in der Stadt und direkt am Hafen steht seit 2008 das wohl größte kulturelle Aushängeschild Norwegens: Das Neue Opernhaus. Leuchtend weiß scheint es sich aus dem Oslofjord zu erheben wie ein treibender Eisberg – so haben sich es die preisgekrönten norwegischen Architekten überlegt, die das prunkvolle Gebäude vor allem aus Beton, Glas, Holz und (sündhaft teuren) Marmor setzten.

Ich bin bei meinem Kurztrip nach Oslo nicht im Gebäude selber gewesen – aber ich bin dem Opernhaus aufs Dach gestiegen. Und dafür brauchte ich weder eine Sondergenehmigung noch musste ich Gesetze brechen: Das Opernhaus ist so konstruiert, dass jedermann ganz gemütlich über die langgezogenen Schrägen des “Eisbergs” auf das Dach gelangen kann – kostenlos. Von oben hat man einen tollen Ausblick über den Fjord und in die andere Richtung auf eine riesige Baustelle: Das architektonische Highlight soll einmal das Zentrum des neuen Stadtteils Bjørvika sein.

Fun Fact: Das Opernhaus Oslo wurde – anders als vergleichbare Großbaustellen in Deutschland – fünf Monate früher fertig als geplant!

Akershus Festning

Kurztrip Oslo Akershusfestning

Vom Dach der Oper sieht man in nur wenigen hundert Metern Entfernung ein architektonisches Highlight einer ganz anderen Zeit: Die Festungsanlage Akershus stammt aus dem 13. Jahrhundert. Und so fühlt man sich auch, wenn man in ihr herum läuft: Über altes Kopfsteinpflaster wandelt man auf den Spuren der langen norwegischen Geschichte.

Im Mausoleum des riesigen Komplexes liegen die Überreste der ersten norwegischen Könige, im Innenhof steht ein Weltkriegspanzer und mittelalterliche Kanonen. Außerdem gibt es zwei Museen auf dem Gelände: Im Verteidigungsmuseum kann man norwegische Militärgeschichte erleben, während sich das “Hjemmefrontmuseum” komplett dem norwegischen Widerstandskampf gegen die nationalsozialistische Besatzung im 2. Weltkrieg widmet.

Ein Teil der Festung wird übrigens heute noch von der norwegischen Armee genutzt – hier bleibt der Zugang für mich dann verboten.

Nobel Friedenszentrum

Kurztrip Oslo Nobel

Ich schlendere weiter am Fjordufer entlang Richtung Norden und komme bald an einen anderen, wichtigen Platz in Oslos Zentrum: Dem Rathausplatz. Im Schatten des riesigen, roten Backsteingebäudes befindet sich das Fährterminal, von dem aus die Linienschiffe zu den vorgelagerten Inseln und der Halbinsel Nesodden starten. Nicht weit von hier kommt übrigens auch die Fähre aus Kiel an.

Nur wenige Schritte befindet sich das das Nobel Friedenszentrum. Das Haus ist dem Erfinder des Friedensnobelpreises, Alfred Nobel gewidmet. In einer Dauerausstellung geht es um Nobels Leben und der Geschichte des Nobelpreises.

Daneben gibt es auch immer wechselnde Ausstellungen im Nobel Friedenszentrum. Ich die aktuelle Fotoausstellung spannend: In “Walls on walls” präsentiert gerade der deutsche Fotograf Mauerfotos von befestigten Grenzen auf der ganzen Welt – von den USA über Israel bis Europa.

Der Besuch hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt – und ist übrigens kostenlos.

Königliches Schloss und Karl-Johans-Gate

Kurztrip Oslo Schloss

Norwegen ist eine konstitutionelle Monarchie, was heißt: Mitten in Oslo wohnt die norwegische königliche Familie in einem Schloss. Es befindet sich am Ende der Prachtmeile Oslos, der Karl-Johans-Gate.

Leider gibt es nur im Sommer von Juni bis August Führungen in das Schloss, so dass ich mich mit einem Blick von Außen begnügen muss. Immerhin: Ich werde Zeuge der Wachwechsel der königlichen Garde und über dem Schloss ist die norwegische Fahne gehisst – das Zeichen dafür, dass König Harald V. gerade zuhause ist.

Anschließend bummle ich über die Karl-Johans-Gate zum Hauptbahnhof Oslos. Unterwegs komme ich am Storting, dem norwegischen Parlament, vorbei, außerdem am Nationaltheater und der Domkirche von Oslo. Die ganze hauptstädtliche Szenerie wird belebt durch shoppende Norweger – die Karl-Johans-Gate ist auch die Haupt-Shoppingmeile der Stadt.

Holmenkollen

Kurztrip Oslo Holmenkollen

Vom Bahnhof aus fahre ich mit der T-bane (“Tunnelbahn”) zu einem Berg namens “Holmenkollen”, der es trotz seiner recht übersichtlichen Höhe von etwa 370 Metern so richtig in sich hat: Schon an der T-bane-Station sticht mir eine riesige, geschwungene Anlage aus Stahl in die Augen, die sich über den kompletten Hang des Holmenkollen streckt – die Skisprungschanze Oslos ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die olympischen Ringe prangen an einer der steilen Wände.

Unterhalb der Anlage am Fuß des Hanges knallt es in unregelmäßigen Abständen. Ich spaziere dorthin und sehe Sportler auf dem Boden liegen, die mit Gewehren auf Zielscheiben schießen – das Biathlonstadion.

Seit über hundert Jahren ist der Holmenkollen eine der wichtigsten Sportstätten Norwegens – Wintersportarten sind hier beliebter als alles andere! Abgesehen von der Olympiade fanden hier bis heute mehrere Weltmeisterschaften und internationale Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen statt.

Touristen wie ich können Skisprunganlage über Treppenstufen bis zur Spitze besteigen. Leute mit Höhenangst sollten aber besser unten bleiben und können sich dort im ältesten Skimuseum der Welt die Zeit vertreiben. Ich stampfe hoch und treffe oben einen Beschluss: Auch, wenn ich auf Nervenkitzel stehe, ein Skispringer wird nicht mehr aus mehr – extrem steil! Die Stufen lohnen sich aber auf jeden Fall: Von oben hat man den vielleicht besten Ausblick über die Stadt und auf den Oslofjord.

Wart ihr schon mal in Oslo? Erzählt uns von euren Erlebnissen – in den Kommentaren!

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