Maribel Skywalker
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Interview mit Reisebloggerin Maribel Skywalker: „Ich habe mich total in das Land, die Menschen und in die Landschaft verliebt.“

Seit 2009 bloggt die 21-jährige Maribel. 2013 hat sie ihren neuen Blog Maribel Skywalker ins Leben gerufen. Meist geht es darin um das Reisen, Musik, Stimmung und Lebensgefühl. Den ersten Blog hielt die gebürtige Hessin sehr persönlich wie ein Tagebuch. Vor rund zwei Jahren startet sie dann den neuen Blog, den sie nun auch zweisprachig veröffentlicht.

Wir treffen den Star Wars-Fan in Hamburg. In unserem Interview erzählt die fleißige Bloggerin uns von ihren Reiseträumen, Lieblingszielen und der allgemeinen Blogger-Szene.

Maribel Skywalker

Schon als Baby hat dich deine Mutter mit auf den ersten Englandtrip genommen. Glaubst du, dass du das „Reisen“ in die Wiege gelegt bekommen hast?
Maribel:
Auf jeden Fall. Man bekommt ja immer etwas von seinen Eltern mitgegeben. Meine Mutter ist früher schon super viel gereist und hat dadurch was von der Welt gesehen. Sie war in Afrika, hat sogar mit dem Motorrad eine Tour durch Kanada bis in die USA gemacht. Sie hatte da sehr viel Spaß dran und möchte es mir auch ermöglichen, viel von der Welt zu sehen. Auch heute hat sie noch Freunde auf der ganzen Welt!

Was fasziniert dich am meisten beim Reisen?
Maribel:
Erstens natürlich die tollen Sachen, die man sieht und Dinge, die einen überraschen. In Irland zum Beispiel waren es blaues Wasser und Palmen. Es ist aber auch spannend die Menschen kennenlernen und mit ihnen Kontakt haben. Das Land so kennen zulernen, wie es ist, und nicht nur, wie Touristen es sehen!

Wie gehst du beim Reisebuchen vor?
Maribel:
Meistens schaue ich bei den bekannten Airlines nach billigen Flügen. Wenn ich da nichts finde, suche ich auf Preisvergleichs-Seiten. Die teuren Flüge kann ich mir nicht leisten, also schaue ich nach den billigen Flügen. Ich bin gar nicht so auf Hotels aus, sondern bevorzuge Airbnb oder Bed and Breakfast. Vor der Reise hole ich mir viele Tipps von Blogs. Ich mag es aber auch mal einen Tag lang ohne Plan durch die Stadt zu streifen.

Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Holland… Bisher hast du schon einige europäische Länder bereist. Wann geht’s denn mal weiter weg?
Maribel: Hoffentlich noch schneller, als gedacht. Nächstes Jahr geht es erst mal nach Griechenland. Danach planen mein Freund und ich die nächste Reise in die USA – endlich mal außerhalb von Europa. Bisher hatte ich aber noch nicht das Geld und nicht die Möglichkeit eine Fernreise zu machen. New York möchte ich in jedem Fall sehen – das muss man einfach gesehen haben. In Amerika möchte ich am liebsten die Ost- und Westküste sehen. Wenn man schon mal drüben ist, sollte man so viel mitnehmen, wie es geht.
Danach würde ich gerne meine Tante in Nicaragua besuchen!

Hast du ein Lieblingsland?
Maribel: Ich glaube, dass kristallisiert sich auf meinem Blog schnell heraus. Ich war zwar bisher nur einmal dort, aber ich bin total begeistert von Irland. Noch nie hat mich ein Land so geflasht! Ich habe mich total in das Land, die Menschen und in die Landschaft verliebt. Ich habe dort Delfine und türkisblaues Wasser gesehen – das denkt man gar nicht!
Dieses Jahr fahren wir auch noch mal zehn Tage hin; da freue ich mich schon drauf!

Maribel Skywalker

Mit welcher Airline fliegst du am liebsten?
Maribel: Bisher bin ich sehr oft und gerne mit Ryanair geflogen!

Du bloggst bereits seit sechs Jahren. Wie wird man denn Reisebloggerin? Wie bist du dazu gekommen?
Maribel: Man geht ins Netz und erstellt sich eine Seite. Wichtig ist die Idee dahinter. Gerade heutzutage, wo sich die Blogger-Szene sehr verändert hat und es nicht mehr die Tagebuch-Schiene ist. Selbstdarstellung ist es irgendwie immer. Du musst immer etwas über dich preisgeben, egal worüber du schreibst, aber du brauchst eine Idee. Wenn man die Idee gefunden hat, sollte man jederzeit dahinter stehen. Weiter sollte man ein Blog betreiben, weil es Spaß macht und nicht, weil man damit berühmt werden will. Sonst wird es irgendwann langweilig!

Könntest du deinen Blog mit ein paar Sätzen beschreiben? Was macht ihn so besonders?
Maribel: Ich würde es als einen sehr sympathischen Blog bezeichnen, ein bisschen ironisch, aber immer sehr musikalisch. Und obwohl ich ein Teil der Szene bin, mache ich mich manchmal über sie lustig. Ich bin keine typische Mode-Bloggerin und stelle auch keine Produkte vor!
Anfangs habe ich mir meine Sorgen von der Seele geschrieben. Vor zwei Jahren habe ich dann aber einen Cut gemacht und von vorne angefangen. Immer mehr Leute wussten ja auch, was ich mache. Sobald Leute mitbekommen, was du schreibst, die es nicht mitbekommen sollen, musst du differenzieren. Soll es ein Tagebuch-Feeling bleiben oder hältst du dich mit privaten Dingen zurück? Wie viel willst du von dir preisgeben? Heute halte ich es raus, wenn es mir schlecht geht. Ich teile die schönen Sachen, und wenn ich mich ärgere, dann schreibe ich das nicht mehr auf. Das muss nicht mehr jeder mitbekommen. Das Blog lesen ja auch meine Freunde und Familienmitglieder. Man muss abschätzen können, was man von sich preisgibt und was nicht.

Wie viel Zeit nimmt das Bloggen ein?
Maribel: Es kommt natürlich darauf an, wie regelmäßig man posten will und wie viele Ideen man hat. In letzter Zeit habe ich sehr viele Ideen. Dementsprechend fällt mir das Schreiben leicht und es dauert auch nicht lange. Wenn man eine Ruhephase hat oder nicht genau weiß, was man schreiben will, kann es länger dauern. Teilweise könnte ich aber auch den ganzen Tag durchschreiben. Generell gesagt würde ich sagen, dass es pro Post ein bis zwei Stunden sind. Ich versuche alle zwei Tage einen Beitrag zu veröffentlichen.
Wöchentlich fünf bis sechs Stunden. Hinzu kommt, dass ich ja jetzt auf Deutsch und Englisch schreibe. Generell lese ich auch ganz viel andere Blogs und verbringe damit viel Zeit.

Was würdest du machen, wenn du dieses Hobby zum Beruf machen könntest?
Maribel: Wenn mir jemand anbieten würde, dass ich mit dem Blog ein sicheres Einkommen über die nächsten fünf Jahre bekomme, dann würde ich tatsächlich darüber nachdenken. Es ist schon chillig das zu tun, was man gerne macht und dafür Geld bekommt. Aber ich arbeite nicht darauf hin. Ich mag es so, wie mein Leben jetzt ist: Ich habe einen festen Job und blogge nebenbei als Hobby. Ich glaube nämlich, wenn du es nur noch machst, dass die Leidenschaft und das Feuer verloren gehen. Qualität sollte beim Bloggen immer das Wichtigste bleiben!

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