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Kanada – die 11 schönsten Nationalparks kostenlos besuchen

2017 feiert Kanada seinen 150. Geburtstag – die Geschenke gehen jedoch an die Urlauber! Wander- und Trekkingfans, Naturliebhaber und Weltenbummler können im nächsten Jahr die 44 kanadischen Nationalparks gratis besuchen.

Outdoorfans können hier endlose Wälder, schneebedeckte Berge und kristallklare Seen entdecken. Neben dem kostenlosen Eintritt für die Nationalparks können weitere 168 Sehenswürdigkeiten gratis besichtigt werden und es gibt pro Besuch auch eine weitere sonst kostenpflichtige Aktivität, z.B. eine geführte Tour, ebenfalls gratis. Es entstehen lediglich Kosten für Parken oder die Benutzung von Campingplätzen in den Nationalparks.

Auch wenn es nicht einfach ist haben wir versucht für euch eine Best-of-Liste der schönsten Nationalparks Kanadas zu erstellen:

Jasper-Nationalpark in der Provinz Alberta

Der Jasper-Nationalpark liegt in den kanadischen Rocky Mountains und ist ein Muss bei jeder Tour durch den Westen Kanadas. Hier gibt es nicht nur eine einzigartige alpine Bergwelt zu entdecken, die Landschaft ist auch durch glasklare Seen und Tannenwälder geprägt. Der Park ist über den Icefield Parkway, Amerikas schönste Panaoramastrasse, zu erreichen. Diese führt über 230 km entlang des Lake Louise und einer einzigartigen Bergwelt.

Besondere Highlights im Jasper-Nationalpark sind geführte Touren in die Columbia Icefields oder eine Bootsfahrt auf dem Maligne Lake zur Insel Spirit Island. Am Abend könnt ihr dann ein Bad in den heißen Quellen von Miette genießen.

Spirit Island, Maligne Lake, Jasper National Park, Alberta, Canada
Spirit Island, Jasper Nationalpark

Banff Nationalpark in Alberta

Der Banff Nationalpark wurde 1885 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark Kanadas. Jährlich werden hier ca. 5 Millionen Besucher durch die atemberaubende Landschaft aus hohen Bergen, tiefen Schluchten, türkisblauen Seen und imposanten Wasserfällen angezogen.

Wer es etwas ruhiger mag wandert lieber ins Backcountry in das Wild- und Vogelrevier der Vermillion Lakes oder zum Johnston Canyon.

Vermilion Lakes, Banff National Park
Vermilion Lakes, Banff National Park

Pacific Rim Nationalpark in British Columbia

Mit einem Flug nach Vancouver erreicht ihr die Westküste und den Pacific Rim Nationalpark in der kanadischen Provinz British Columbia. Die meisten Besucher zieht es an den kilometerlangen Sandstrand, dem Long Beach. Hier an der Pazifikküste können im März und Oktober Grauwale beobachtet werden und in vielen der romantischen Buchten sind ganzjährig Schwertwale zu finden.

Das Hinterland von Long Beach lädt mit den zahlreichen Wanderwegen dazu ein, die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Entlang der Wege findet ihr Schilder mit zahlreichen Informationen zur jeweiligen Flora und Fauna und spannende Informationen zu der Region. Ein weiteres Highlight ist die Broken-Group-Island Region mit mehreren hundert kleinen Inseln, die man am besten während einer Bootstour erkunden kann.

 

Nahanni Nationalpark Reserve in Northwest Territories

Wer lieber Abseits von Touristenmassen die Wildnis Kanadas entdecken möchte ist im Nahanni Nationalpark genau richtig. Nur etwa 7000 Besucher pro Jahr besuchen diesen Nationalpark der von Fort Simpson aus nur per Boot oder Wasserflugzeug zu erreichen ist. Dafür erlebt ihr hier aber auch Wildnis pur!

Der South Nahanni River mit tiefen Schluchten und den atemberaubenden Virginia Falls ist ideal für rauschende Wildwasserfahrten. Seine Stromschnellen, oder „Rapids“ sind als Klasse 2 und 3 klassifiziert, also nichts für Anfänger. Sie fordern den Kanuten entsprechende Erfahrung ab, bieten jedoch eine unvergessliche Umgebung in unberührter Wildnis. Es ist allgemein in diesem Nationalpark empfehlenswert sich von einem der erfahrenen Guides begleiten zu lassen. Durch deren Kenntnisse habt ihr die Chance auf Wölfe, Grizzlys oder Karibus zu treffen und zwar aus sicherem Abstand.

 

Kluane National Park in Yukon

Der im Südwesten des Yukon gelegene Nationalpark beherbergt den höchsten Berg Kanadas. Der Mount Logan (5.959 Meter) liegt im St.Elias Gebirge im Yukon Territorium, eine Küstenformation der Rocky Mountains. Über 80 % des Nationalparks ist vom Kluane Icefield bedeckt, einer der größten nicht arktischen Gletscher der Welt.

Kaskawulsh Glacier and Mountains, Kluane National Park, Yukon 01

Außerdem erwarten euch atemberaubende Erlebnisse auf dem Tatshenshini-River, dem ungezähmtesten Fluss Nordamerikas. Entsprechend anspruchsvoll sind die Rafting-Touren, die ihr dort unternehmen könnt. Auch die Wanderungen durch die einzigartige Landschaft verlangen einiges an Fitness und Durchhaltevermögen. Den idealen Platz für eine Erholungspause am Lagerfeuer bietet der Kluane Lake, der Namensgeber des Nationalparks. Die Vegetation hier unterscheidet sich deutlich von der arktischen Region und überrascht mit einer großen Artenvielfalt angesichts der langen Winter in dieser Region. In den ausgedehnten Laub- und Nadelwäldern findet ihr nicht nur bis zu neunzig Meter hohe Sitkafichten, sondern könnt auch Grizzlys und Wölfe beobachten.

Die beste Reisezeit für Wanderer und Rafting-Fans sind die Sommermonate. Es gibt jedoch auch immer mehr Wintersportfreunde, die diese einmalige Landschaft beim Skilanglauf oder einer Hundeschlitten-Tour erleben wollen.

 

Wood Buffalo Nationalpark

Mit fast 45.000 Quadratkilometern ist der Wood Buffalo Nationalpark der größte Kanadas und zieht die Besucher auf vielfältige Weise in seinen Bann. Am besten fliegt ihr nach Calgary und fahrt dann weiter nach Fort Simpson, um zum Nationalpark zu kommen. Der Park besteht aus zahlreichen Seen und Sümpfen, besticht jedoch auch durch ausgedehnte Salzebenen, die durch Verdunstung von Wasser entstehen. Gegründet wurde der Nationalpark 1922 zum Schutz der Tiere und das ist gelungen: Heute leben auf dem Gebiet ca. 5.000 Waldbisons und die letzten frei lebenden Schreikraniche, die als größte Vögel Nordamerikas gelten. Aber auch Elche, Schwarz-und Braunbären, Luchse und Wanderfalken sind hier zu Hause.

Bugling Bull Elk laying down

Im Wood-Buffalo Nationalpark sind ganzjährig Wanderungen möglich, im Winter auch gerne mit Schneeschuhen. Die Wassergebiete wie beispielsweise der Pine Lake und die Salzflüsse sind ein Paradies für Kanuten und die, die es werden wollen.

 

Cape-Breton-Highlands Nationalpark in Nova Scotia

Für einen Urlaub auf der Insel- und Atlantikprovinz Nova Scotia fliegt ihr nach Halifax, hierher gibt es Flüge schon ab ca. 500 Euro pro Person. Im Nationalpark gibt es vielseitige Freizeitmöglichkeiten: Wandern entlang der fjordartig zerklüfteten Küste, Baden und Spaziergänge an den langen weißen Sandstränden von Ingonish Beach oder Kanu fahren auf dem St. Lorenz Strom. Seinen Namen verdankt der Park der Hochebene Cape Breton Highlands. Der Cabot Trail ist ein Rundkurs und führt euch 300 km lang durch den Park. Das Highlight der 26 Wanderwege im Cape-Breton-Nationalpark ist der Skyline Trail, diese ca. zweistündige Route ist auch für Wanderanfänger geeignet und führt über Bergwiesen hinauf auf ein Kliff mit einem atemberaubenden Ausblick auf den St. Lorenz Strom.

Cabot Trail
Cabot Trail

Noch ein Tipp für Musik- und Kulturfans: jedes Jahr vom 8. bis zum 16. Oktober findet das Celtic Colours International Festival statt. Bei geführten Wanderungen kann man mit Geigenmusik im Ohr durch die lebhafte Welt von Herbstblättern wandern und einmalige Momente erleben.

 

Forillon-Nationalpark in Québec

Steile Felsküsten, schnell fließende Flüsse, Seen und imposante Wasserfälle sorgen für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild und atemberaubende Aussichtspunkte. Der Forillon-Nationalpark liegt in der Provinz Québec an der östlichen Spitze der Gaspé-Halbinseln.

Vor allem Vogelliebhaber kommen im Forillon-Nationalpark auf ihre Kosten. 225 Vogelarten können hier beobachtet werden. Fischadler, Kormorane, Fluss-Seeschwalben sind nur einige der zahlreichen Arten, die hier leben. Auch Raubvogelarten und eine Vielzahl von Sperlingsvögel und Spechtarten haben hier ein zu Hause. Am besten eignet sich eine Bootsfahrt entlang der Nordküste der Halbinsel zur Beobachtung der einzigartigen Vogelkolonien. In der Zeit von Juli bis September können an der Küste Wale beobachtet werden, mit etwas Glück zeigen sich auch die mächtigen Blauwale zu dieser Zeit.

 

Algonquin Park in Ontarios

Der Algonquin Nationalpark liegt etwa 260 Kilometer westlich von Ottawa. Wer von einem Abenteuer in der Wildnis träumt ist hier genau richtig. Unberührte Laub- und Nadelwälder, Sümpfe, über 2400 Seen, Elche, Schwarzbären und fast 30.000 Biber prägen diesen einzigartigen Park.

Algonquin Park
Kanufahrt im Algonquin Park

Ideal ist es, den Park zu Fuß oder mit dem Mountainbike zu entdecken, aber auch eine Tour mit dem Kanu entlang der 1600 km langen Paddelstrecke ermöglicht euch ein außergewöhnliches Erlebnis. Etwas Kondition und Erfahrung solltet ihr jedoch schon mitbringen, wenn ihr euch auf eine mehrtägige Kanutour aufmacht. Für Wanderer gibt es zahlreiche ausgeschilderte Trails. Darunter sind 14 Strecken, die für Tagestouren und Einsteiger geeignet sind, beispielsweise der Beaver Pond Trail. Er führt zwei Kilometer entlang riesiger Biberdämme.

Wer einmal mit den berühmten Timberwölfen heulen will, sollte im August den Algoquin Nationalpark besuchen. Bei dem Event imitieren Ranger das Geheule der Wölfe so echt, dass die im Park lebenden Timberwölfe tatsächlich antworten.

 

Sleeping Giant Provincial Park in Ontarios

Seinen Namen verdankt der Park der Felsformation mit seinen 250 Meter hohen Klippen auf der Sibley-Halbinsel. Diese sieht aus wie ein Gulliver, der sich zum Schlafen auf den Rücken gelegt hat.

Der Sleeping Giant Provincial Park liegt am Lake Superieur, dem Größten der fünf Großen Seen Nordamerikas. Er ist mit 406 Metern auch der Tiefste. Hier leben Elche, Wölfe, Füchse und mehr als 200 Vogelarten. In den Sommermonaten entdeckt man die Wildnis am Besten zu Fuß entlang der 80 Kilometer langen Wanderwege. Ihr könnt aber auch mit dem Mountainbike durch die Wälder fahren.

Im Winter sind vor allem Langläufer auf dem Ski unterwegs. Auf der Sibley-Halbinsel werden 50 Kilometer lange Loipen gespurt, die auch für Anfänger geeignet sind. Die Umgebung bietet einen tollen Ausblick auf den See, verschneite Wälder und darin lebende Wildtiere.

 

Niagara Parks

Die Ureinwohner gaben den weltberühmten Wasserfällen ihren Namen: Niagara, was so viel bedeutet wie „donnerndes Wasser“. Schon bevor die Regierung 1985 die Wasserfälle und die Umgebung zum Nationalpark ausrief, waren sie ein beliebtes Touristenziel. Der Reiz des Nationalparks liegt jedoch nicht nur an den dichten Gischtwolken und dem Donnern des Wassers in die Tiefe, sondern auch an der prachtvollen Landschaft rund um die Wasserfälle. Eine Kutschfahrt durch die Parkanlagen vorbei an 2400 Rosen und vielen anderen Blumenarten, zahlreichen alten Bäumen mit Stopp am Amphitheater „Oaks Gearden Theatre“ ist ein besonderes Erlebnis.

Natürlich dürft ihr euch aber auf keinen Fall die Wasserfälle entgehen lassen. Hautnah erlebt ihr das Vergnügen während einer Bootstour und die „Journey Behind the Falls“. Wer lieber trocken bleiben möchte, kann auch einen Hubschrauberrundflug buchen. Ein besondere Tipp: am Abend zum Einbruch der Dämmerung werden die Niagarafälle in allen Farben des Regenbogens angestrahlt, ein besonderer Höhepunkt eines Besuches in diesem Nationalpark.

View of Niagara Falls in a sunny day

Wer sich Kanada dieses Jahr nicht entgehen lassen will findet hier die passenden Flüge.

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